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GHS – die unbekannte Gefahr?

Gefahrensymbole – tagtäglich begeben wir uns in Gefahr; glücklicherweise ist diese Gefahr im Bereich von Schmierstoffen, Reinigern oder ähnlichen Chemikalien nicht unbekannt.

Seit 2009 sind Gefahrensymbole gemäss des internationalen Kennzeichnungssystems GHS unsere täglichen Begleiter … sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld.

Was die einzelnen Gefahrensymbole bedeuten und wie wir uns basierend auf den Gefahrensätzen und Sicherheitshinweisen auf den Etiketten und in den Sicherheitsdatenblättern zu verhalten haben, ist mittlerweile integrierender Bestandteil unsere Arbeit in der Werkstatt, in der Produktion, im Unterhalt, während Service und Montage und bei allen Tätigkeiten in welchen wir Schmierstoffe, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Reinigungsmittel, Sprays und ähnliche Chemikalien einsetzen.

In diesem Artikel beleuchten wir die „Aspirationsgefahr“ bei Schmierstoffen etwas genauer; die Aspirationsgefahr bezeichnet das Eindringen eines flüssigen oder festen Stoffes oder Gemisches direkt über die Mund- oder Nasenhöhle oder indirekt durch Erbrechen in die Luftröhre und den unteren Atemtrakt.

Warum taucht dieses Gefahrensymbol seit mehreren Jahren auch bei dünnflüssigen Hydraulik-, Spindel- und Schalölen auf der Gebinde-Etikette auf? Sind diese Schmierstoffe mittlerweile «gefährlicher» als bisher? Grundsätzlich natürlich nicht, aber aufgrund der fortschreitenden wissenschaftlichen Erkenntnisse werden Substanzen laufend neu eingestuft. Kohlenwasserstoffe oder in diesem spezifischen Fall mineralölbasierte Schmierstoffe werden basierend auf der Viskosität eingeteilt; sämtliche mineralölbasierten und gewisse synthetische Schmierstoffe mit einer Viskosität von 20.5 mm2/s bei 40 °C müssen das Gefahrensymbol «Aspirationsgefahr» ausweisen.

Gibt es Möglichkeiten, dieses Gefahrensymbol zu umgehen? Leider nur sehr eingeschränkt … in der Regel sind höherviskose, dickflüssigere Schmierstoffe nicht für den Einsatz geeignet respektive es sind keine «kohlenwasserstofffreien» Alternativen verfügbar. Das heisst, im Arbeitsalltag muss man sich auf diese neuen Gegebenheiten einstellen und allfällige Sicherheitsvorkehrungen basierend auf den Empfehlungen aus den Sicherheitsdatenblättern umsetzen.

Chemie mit Verantwortung – getreu unserem Motto versuchen wir aktiv bei den Produkten in unserem Sortiment die immer strenger werdenden Anforderungen an Inhaltsstoffe und den daraus resultierenden Gefahrensymbolen zu überwachen und vorausschauend ROXOR-Schmierstoffe zu präsentieren, welche kennzeichnungsfrei gemäss GHS sind und somit nachhaltig die Risiken am Arbeitsplatz minimieren; ohne negativen Einfluss auf die Performance, sofern das mit der Praxis vereinbar ist. Mit dem eigenen Symbol „GHS ZERO“ zeichnen wir unsere Produkte aus, welche kein Gefahrensymbol gemäss GHS tragen. Selbstverständlich gilt auch bei diesen ROXOR-Schmierstoffen, dass die üblichen Vorkehrungen getroffen werden um den Umgang im Arbeitsalltag mit Chemikalien sicher und ohne Gesundheitsrisiko zu gestalten.

GHS ZERO – unser Versprechen für nachhaltige Sicherheit am Arbeitsplatz.  


Autor: Martin Ruch, Leiter Technical Support 

Abbildung 1: LAEMMLE Chemicals ROXOR-Fass Nahaufnahme


Diese Empfehlungen basieren auf den allgemeinen Erfahrungen von LAEMMLE Chemicals AG und deren Kunden sowie den LAEMMLE Chemicals AG durch deren Kunden/Anwender zur Verfügung gestellten Informationen und haben sich in der Praxis bewährt. Abweichungen im Einzelfall können nicht ausgeschlossen werden. Vorschriften der Hersteller müssen beim Einsatz durch den Kunden/Anwender eingehalten werden.

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